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Chronik
Daten

Massenheim: Ortsgeschichte in Zahlen
Um 3000 v.Chr. Besiedlung in der jüngeren Steinzeit durch die Gruppe der Bandkeramiker in Flur I (an der Ziegelei südlich der Bundesstraße) und in Flur VI (Gewann die Weide)
Um 1500 v.Chr. Bei Grabungen im Gebiet um die Ziegelei fand man Gräber und Wohngruben aus der Bronzezeit.
11 v. Chr. bis 260 n. Chr. In den Fluren Käferloch und Ross wurden Reste römischen Mauerwerks, Scherben und Kacheln, im Ort selbst Urnen, Kännchen und eine Axt gefunden.
775 bis 816 Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen des Namens Massenheim finden sich in den Güterverzeichnissen des ehemaligen Reichsklosters Lorsch.
Namenserklärung: Massenheim wurde von Franken gegründet. Ein Dorfältester hieß Masso, also Heim des Masso.
1178 Massenheim gehört mit Vilbel und Gronau zur kirchlichen Verwaltung der Collegiatkirche St. Peter in Mainz.
1255 Nach Aussterben der Reichsministeriale von Münzenberg und der nachfolgenden Erbteilung kommt das Dort Massenheim zur Grafschaft Hanau.
1298 In einer Urkunde vom 28. Februar 1298, ausgestellt von Hedwig, der Witwe des Ditmar von Massenheim, erhält die Kapelle von Massenheim und der in ihr befindliche Marienaltar Güterschenkungen aus der Gemarkung Massenheim.
1338 Massenheim gehört zum Reichslehen der Grafschaft Bornheimer Berg. Die jährliche Abgabe des Dorfes beträgt 11 Gulden.
1366 Die Bewohner Massenheims haben Burgrecht in der Reichsstadt Frankfurt und finden dort Schutz und Aufnahme in Notzeiten für eine Gebührentrichtung von jährlich 3 Pfenning (ahd. für Pfennig).
1397 Belehnung Massenheims an Kuno von Reifenberg unter Hanauer Herrschaft.
1401 Das Dorf Massenheim besitzt einen Anteil von 39,5 ha am Hohemarkwald im Taunus.
1435 Henne Hynkel (Centgrafen in Massenheim) ist die älteste Namensüberlieferung.
1442/1456 Verleihung des Rechtes zur Benutzung der Vilbeler Niddabrücke durch die Massenheimer Bauern. Sie verpflichten sich zur Beihilfe bei Instandsetzungsarbeiten.
1509 Landverteilung in der gemeinschaftlichen Weide, dem Ried. Massenheim 79 1/2, Vilbel 128 1/3 und Harheim 87 Morgen.
1548 Einführung der Reformation im Ort.
1618/1648 Im Dreißigjährigen Krieg wurden ein Drittel des Dorfes und die beiden Mühlen zerstört. Von 30 Bauernhöfen blieben noch 10 erhalten. Die Einwohnerzahl sank während dieses Krieges von 100 auf 40 Bewohner. Nach dem Krieg wurde 1 Haus neu aufgebaut.
1693 Errichtung einer Schule im Ort.
1736 Übergang der Grafschaft Hanau an das Kurfürstentum Hessen Kassel. In Massenheim gilt jedoch weiterhin Hanauer Recht.
Um 1750 Bau des Rathauses (heute Heimatmuseum), des Hirten- und des Feuerwehrspritzenhauses.
1751 Anlage eines Dorfbuches (Gerichtsbuch) durch Centgraf Johannes Philippus Laupus.
1756 Ältester überlieferter Ortsgrundriss von Massenheim.
1757 Erste Urkunde über eine Pflichtfeuerwehr.
1771 Die Gemeinde Nieder-Erlenbach erhält gegen Zahlung einer jährlichen Gebühr von 3 Gulden die Erlaubnis, am Massenheimer Brunnen (dem sog. Römerbrunnen) Wasser zu holen.
1806 Auflösung des Kurfürstentums Hessen. Massenheim kommt zum französischen Departement Hanau.
1809/10 Im Ort waren französische Truppen und ab 1813 auch russische Truppen einquartiert. Frau May wurde von einem Kosaken erstochen, weil sie sich weigerte, ihm Alkohol zu geben.
1809 Ablösung der Leibeigenschaft
1810 Massenheim gehört zum Großherzogtum Frankfurt.
1806-1815 Kriegslasten der napoleonischen Kriege: 12160 Gulden, etwa die Summe von 4 Jahreseinnahmen des Dorfes. Zehn Männer, die in den Krieg gezogen waren, kamen bis 1816 wieder unversehrt zurück.
1816-1866 Eingliederung in das Kurfrüstentum Hessen Kassel.
1821 Auflösung des Gerichtes in Massenheim. Gerichtszugehörigkeit Kreis Hanau.
1834/1835 Abschaffung der Amtsbezeichnung Centgraf, dafür Amtstitel Bürgermeister. Der erste Bürgermeister hieß Jacobi.
1844 Anlegung einer neuen Bleiche am Erlenbach.
1851 Die Holzbrücke über den Erlenbach wurde abgerissen und die erste Steinbrücke gebaut.
1852 Waren noch 5 Scheunen im Ort mit Stroh gedeckt.
1834-1871 Etwa 20 % der Bewohner wanderten aus, vorwiegend nach Amerika.
1850-1871 Aufhebung der Frondienste, Grundrenten und Zinsgefälle, sowie der Abgabe von Rauchhühnern und der Erbleihschäferei.
1856/1863 Schließung des alten Friedhofes um die Kirche und Errichtung eines neuen am anderen Erlenbachufer.
Gründung des ältesten Vereins "Gesangverein Eintracht Massenheim".
1863 erste schriftliche Erwähnung der Massenheimer Kerb.
1866/1874 Massenheim gehört zum Kreis Vilbel im Großherzogtum Hessen.
1870/71 Am Kriege gegen Frankreich nahmen 11 Männer aus Massenheim teil. Sie kehrten alle wieder zurück.
1874 Massenheim kommt zum Kreis Friedberg/Hessen.
1887/1889 Die Kreisstraße nach Nieder-Erlenbach wurde gebaut.
1888 Der Volkschor "Frohsinn" als Männerchor gegründet.
1904 Die Kreisstraße nach Vilbel wurde verbreitert.
1904/1934 Fahrpost mit Personenverkehr Vilbel - Massenheim - Nieder-Erlenbach.
1905 Gründung des Turnvereins.
1908 Lehrer Joh. Reuhl zieht mit seinen Schülern in die neue Schule an der Homburger Straße
1913 Massenheim erhält zentrale Wasserversorgung, elektrischen Stromanschluß und elektrische Straßenbeleuchtung. Bau einer neuen Brücke über den Erlenbach.
1914/1918 13 Einwohner waren Opfer des Ersten Weltkrieges.
1918 Die Bürgermeisterei erhält den ersten Telefonanschluss.
1922 Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges neben der evangelischen Kirche.
1930 Gründung des Fußballvereins "F.C. Hessen-Massenheim".
1935 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.
1939/1945 29 Einwohner waren Opfer des Zweiten Weltkrieges.
1946 Gründung der Arbeiterwohlfahrt.
1950 Omnibuslinie Bad Vilbel - Petterweil eingerichtet.
1955 Errichtung der Turnhalle durch den Turnverein.
1962/63 Stillegung der Dorfschule. Schüler gehen in die J.F.Kennedy-Mittelpunktschule Bad Vilbel.
1963 Gründung des Schützenvereins Massenheim und 1971 Bau eines Vereinshauses in der Flur "Am Rattenkessel".
1967 Anschluss der Gemeinde an die zentrale Kläranlage der Stadt Bad Vilbel
1968/1970 Errichtung der katholischen Herz-Jesu-Kirche.
1969 Gründung des Massenheimer Blasorchesters als Jugendkapelle unter Dirigent Wilhelm Schmidt.
1970 Gründung des Vereins für Deutsche Schäferhunde.
Einweihung der katholischen Kirche.
1972 Freiwilliger Anschluss der Gemeinde an die Stadt Bad Vilbel. Walter Deumer wird 1. Ortsvorsteher.
1973 Bau des Feuerwehrgeräte- und des Fußballvereinshauses.
1977 Walter Deumer gestorben. Dr. Reinhard Gruschke wird neuer Ortsvorsteher.
1978 Bau einer neuen Steinbrücke über den Erlenbach an der Obermühle.
1986 Hermann Freisleben neuer Ortsvorsteher.
1989 Gründung des Vereins "Wir Massemer".
1. Massenheimer Dorfplatzfest. 1. Massenheimer Weihnachtsmarkt.
Ortsvorsteher Hermann Freisleben kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
1990 Jörg Schatz wird neuer Ortsvorsteher.
Einweihung des Hermann-Freisleben-Platzes.
1992 Massenheim bekommt Autobahnanschluss. Altbürgermeister Heinz Peters gestorben.
1. Massenheimer Kalender (gestaltet von Walter Heil).
Dr. Reinhard Gruschke (ehem. Ortsvorsteher) gestorben.
1994 Eröffnung der Massenheimer Heimatstube im alten Rathaus.
1996 Abschluss der Erlenbach-Renaturierung. Eröffnung des neuen Kindergartens. Aufstellung der "Massenheimer Gänse" auf dem Hermann-Freisleben-Platz (Bronzearbeit von Maria Wiechers, Massenheim).
1999 Erweiterung der "Heimatstube" in dem alten Postraum des alten Rathauses.
2000 Aus der Heimatstube wird das Heimatmuseum.
2003 Eröffnung des Museumsgartens. Öffnung des Museumscafés vor dem Museum und dem Hirtenhaus in den Sommermonaten unter der Leitung des Vereinsrings (Zusammenschluss der Massenheimer Vereine).
2004 Umbau der Garagen in der alten Scheune am alten Rathaus als Museumserweiterung. Darstellung der Geschichte der Ziegelei Massenheim "Bronze-Schulkinder" (gestaltet von Frau M. Wiechers, Massenheim) werden aufgestellt.
2005 Eröffnung des Apfelkreises in der Homburger Straße. Der große Bronzeapfel wurde von Frau M. Wiechers gestaltet.
Im Ort werden Findlinge zur Verkehrsberuhigung aufgestellt, die von dem Ehepaar Friesenhahn (Massenheim) unter dem Motto "Matisse meets Massenheim" bis 2006 bemalt werden.
2007 Eröffnung des "Auenkunst" am Erlenbach. Künstler der Region stellen Skulpturen, Plastiken, andere Objekte aus.
2008 Erweiterung der "Auenkunst" am Erlenbach. Weitere Künstler stellen Skulpturen vor.

Ergänzt und aktualisiert im November 2008 von Christine Schmidt und Brigitte Boos.