Historie

 

Spaziergang durch den Bad Vilbeler Stadtteil Massenheim

Von Otto Gleichmann,
bearbeitet und ergänzt von Christine Schmidt und Brigitte Boos

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Massenheim ein reines Bauerndorf. Erst ab dann siedelten sich Handwerker und Gewerbetreibende an. Besonders die Leineweber waren stark vertreten und Mitte des vorigen Jahrhunderts standen noch 23 Webstühle im Ort. Massenheimer Tuche und Stoffe wurden in Holland, dem Elsaß und besonders in Frankreich verkauft. Die Arbeit am letzten Webstuhl wurde 1910 eingestellt.

Heute ist Massenheim ein Ort, den alle Bevölkerungsschichten bewohnen und von denen die meisten ihrer Arbeit im nahen Rhein-Main-Gebiet nachgehen. Nur noch vier Familien betreiben Landwirtschaft.

In der Mitte des Ortes steht die evangelische Kirche. Erste Erwähnung mit Marienaltar schon 1298, im 30jährigen Krieg zerstört, unter Pfarrer Roth wieder aufgebaut und 1695 eingeweiht. Hieran erinnert eine steinerne Tafel mit Inschrift: „Nicolaus Roth, jetziger Pfarrer dieser Kirche ae1695“. Eine weitere eingemeißelte Jahreszahl „1628“ ist an der Ostwand zu finden. 1863 wurde eine Empore, 1869 eine Orgel eingebaut. Das Innere der Kirche war ursprünglich im streng reformierten, schlichten Stil gestaltet. Erst im Jahre 1934 wurde durch den hessischen Kirchenmaler Velten das Innere der Kirche ausgemalt. Um die Kirche lag früher der Friedhof. Er wurde 1856 auf der anderen Seite des Erlenbachs neu angelegt. Ein Ehrenmal zum Gedenken der Gefallenen des ersten Weltkriegs wurde 1922 neben der Kirche errichtet.

Neben der Kirche steht das schönste Fachwerkhaus Massenheims, die alte Schule mit Scheune und dem Hirtenhaus. Es wurde bis 1965 als zweites Schulhaus und bis zur Eingemeindung 1972 als Rathaus verwendet. Eine Inschrift auf dem Balken der Scheune datiert die Zahl 1731. Im Parterre dieses Hauses befindet sich heute das Massenheimer Heimatmuseum. Auf Schautafeln ist die Entwicklung des Ortes zu sehen. Eine große Vitrine zeigt die Arbeiten der Leinenweberei. In einem Raum zeigt das Museum Gegenstände einer Schusterei, einer Hausschlachtung und Schmiedewerkzeuge. In einem anderen Raum werden die Themen Auswanderung, Schule, Feuerwehr, Kirchen und Handarbeiten mit den entsprechenden Exponaten dargestellt.

Das nächste Gebäude unterhalb, das Haus der Familie Ludwig Apfel, ist mit einem schönen Wappen und einem Hauswappenstein von 1680 verziert. Der Überlieferung nach soll dort der erste Schulunterricht stattgefunden haben.

Gegenüber steht das ehemals May’sche Anwesen. Die heutigen Besitzer, Familie Ahrens, haben Stallungen und die Scheune mustergültig renoviert und damit dem angrenzenden Massenheimer Dorfplatz, der nach Hermann Freisleben benannt ist, einen schönen Rahmen gegeben. Dort stand früher ein Anwesen mit der Massenheimer Dorfschmiede. Nach dem Tod der letzten Besitzer riß man das Gebäude ab und legte den Dorfplatz an, der sich besonders für kulturelle Zwecke wie Jazz , Feste und Weihnachtsmarkt anbietet. Ein schöner Sandsteinbrunnen mit einer Bronze-Gänsegruppe daneben, von der Massenheimer Künstlerin Maria Wiechers entworfen, und durch Spenden Massenheimer Bürger ermöglicht, ist die Zierde des Platzes. Der frühere Ortsvorsteher Hermann Freisleben setzte sich sehr für die Herrichtung und Gestaltung dieses Platzes ein. Er war in den 50iger Jahren aus dem Sudetenland gekommen, hatte das alte Hinkel’sche Anwesen gekauft und dort einen Schlosserbetrieb aufgebaut. Die Wandmalerei auf der Fassade dieses Hauses zeigt ihn mit seinen Söhnen Walter und Stefan bei der Arbeit. In ca. 800 Stunden hat der dritte Sohn Dr. Bernd Freisleben mit Helfern diese typische Szene aus dem Schlosseralltag aufgemalt

Beim Weitergehen kommt man an den Erlenbach. Er entspringt im Taunus in der Nähe des Sandplacken und mündet nach 26 km bei Bad Vilbel in die Nidda. Den Erlenbach abwärts ist die Untermühle zu sehen. Sie hatte ein unterschlächtiges Mühlrad und wurde im 30jährigen Krieg zerstört und 1688 wieder aufgebaut. Der Mühlenbetrieb wurde 1895 eingestellt. Aufwärts sehen wir den naturnah umgestalteten Erlenbach.

Vor dem Massenheimer Friedhof, seit 1856 an dieser Stelle angelegt, stehen zwei Linden, die an den deutsch-französischen Friedensschluß 1870/71 erinnern sollen.

Hinter dem Friedhof befindet sich die katholische Herz-Jesu-Kirche. Sie wurde in den Jahren 1968/70 größtenteils in Selbsthilfe erbaut. Der Hauptinitiator war wieder Hermann Freisleben, der es dann sogar erreichte, dass zu der Kirche ein Glockenturm und ein Gemeindesaal gebaut wurden. Zu rühmen ist die Akustik in der Kirche und sehenswert das Glasmosaikfenster, das Jesus mit seinen Jüngern beim Abendmahl zeigt.

Beim Gang den Erlenbach aufwärts kommen wir zum heutigen Römerbrunnen. Ob die Römer wirklich ihr Trinkwasser dort schöpften, ist nicht erwiesen. Doch seit dem 17. Jahrhundert holten die Massenheimer ihr Trinkwasser dort. 1771 erhielt auch die Gemeinde Nieder-Erlenbach die Erlaubnis, Wasser zu holen. Sie musste hierfür jährlich drei Gulden an die Massenheimer Gemeindekasse entrichten. Nach der Eingemeindung zu Bad Vilbel 1972 wurde der Brunnen unter Anleitung von H. Hieronymi neu hergerichtet und mit einem Dach versehen. Trinkwasser gibt es heute aus einer Wasserpipeline der Firma Hassia. Das Römerbrunnenwasser selbst entspricht heute nicht mehr der strengen Trinkwasserverordnung.

Beim Gang zurück und dann über die neue Erlenbachbrücke kommt man zum neuen Kindergarten. Er wurde von der evangelischen Kirche unter Mithilfe der Stadt Bad Vilbel von 1995-97 gebaut. Gegenüber steht die ehemalige Obermühle. Sie wurde bereits vor dem 30jährigen Krieg erwähnt. Das Anwesen mit dem repräsentativen Herrenhaus gehört jedoch dem Baustil nach in die Mitte des 18. Jahrhunderts und ist im Besitz der Familie Peters, die die Mühle bis 1928 betrieb. Das oberschlächtige Mühlrad wurde Anfang der 30iger Jahre entfernt. Den Wasserlauf gab es noch bis 1965. Dann wurde leider der gesamte Mühlgraben zugeschüttet. Nur ein paar Büsche und Sträucher zeigen noch den Verlauf des idyllischen Mühlbaches.

Breitestraße und Kirchstraße waren der alte Ortskern. Er besteht zum größten Teil aus Fachwerkhäusern, die in der Zeit nach dem 30jährigen Krieg gebaut oder wieder aufgebaut wurden. Leider hat man die Fachwerke fast überall verputzt. So ist das Haus Breitestraße 7 ein in sich längsgeteiltes Fachwerkhaus aus dem Jahre 1662, das von den zwei Brüdern Hinkel errichtet wurde. Das Haus Breitestraße 20 der Familie Weyland, das seit 1820 bis 1974 als Gasthaus genutzt wurde, gehört ebenfalls zu den ältesten Häusern. Es wurde 1995 mustergültig renoviert.

Ferner sei noch auf die Massenheimer Ziegelei hingewiesen. Der erste Ringofen für Mauersteinbrand wurde von Julius Peters 1898 erbaut. Dessen Sohn Hans Peters, der später Bürgermeister von Massenheim war, führte die Ziegelei dann als Geschäftsführer weiter. 1936 erwarb die Firma Tonwerk Fritz Strauch den Betrieb und verbesserte ihn ständig. Der alte Ringofen wurde 1973 abgerissen. Ein neuer moderner Tunnelofen mit elektronischer, vollautomatischer Steuerung wurde errichtet und mit einem 60 m hohen Schornstein versehen. Dieser ist als Massenheimer Wahrzeichen schon von weitem zu sehen. Die Geschichte der Massenheimer Ziegelei ist im neu gestalteten Raum des Heimatmuseums ausführlich dargestellt.

Neue Wohngebiete haben sich etabliert, so ab 1951 Am Weinberg, Am Weißen Stein usw., entlang des Erlenbaches die Gebiete An der Bleiche, Am Römerbrunnen, Häuser am Harheimer Weg wurden gebaut und bei der Ziegelei das Gebiet Am Weingarten. Gewerbebetriebe und Wohnhäuser entstehen Am Stock und im Quellenpark.

 


 

Das Wappen

 

Das Wappen von Massenheim greift zwei ortsspezifische Themen auf: die territoriale Zugehörigkeit von Massenheim zur Grafschaft Hanau-Münzenberg (rot, gold, Sparren). Massenheim gehörte bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts zur Reichsgrafschaft Bornheimer Berg. In dieser Zeit genossen die Massenheimer Einwohner das Burgrecht in der Reichsstadt Frankfurt (Reichsapfel). Das Wappen selbst ist nicht historisch gewachsen. Es wurde 1989/90 in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Darmstadt und dem Heraldiker Heinz Ritt entwickelt und am 17. Mai 1990 vom Ortsbeirat genehmigt.

(Quelle: Homepage der Stadt Bad Vilbel)

 


 

Historie und Chronik von Massenheim / Daten

Gemarkungsgröße: 324 ha + 39,5 ha an der Hohemark/Ts.

Centgrafen

1435 Hynkel, Henne
1509 Henkel, Ewald
1582 Rupp, Ewald
1751 Laupus, Joh.Phil.
1764 Boekel
1806 Laupus
1807 Schmidt
1812 Jacobi
1819 Schmidt
1821 Jacobi

Das Amt des Centgrafen wurde 1834 aufgelöst, an seine Stelle trat ein Bürgermeister.

 

Bürgermeister

1835 Jacobi
1839 May, Valentin
1854 See, Johannes
1870 Müller
1881 Schmidt, Joh.Wilh.
1887 Schmidt, Wilh.Chr.
1893 Puth, Heinr.Phil.
1908 Klos, Phil.Wilhelm
1925 Schmidt, Wilh.
1934 Jacobi, Johann
1938 Peters, Heinz
1940 Hinkel, Johann
1943 Momberger, Willi (Beigeordneter)
1945 Artz, Karl
1952 Peters, Heinz
1971 Howe, Dieter

1972 Anschluss der Gemeinde an Bad Vilbel. Seitdem Ortsvorsteher.

Ortsvorsteher

1972 – 1977 Walter Deumer
1977 – 1986 Dr. R. Gruschke
1986 – 1989 Hermann Freisleben
1990 – 2010 Jörg Schatz
2010 – 2011 Jochen Schulz
2011 – 2016 Dr. Bernd Hielscher
seit 2016 Irene Utter

 

Historie – Wachstum

Einwohnerzahlen in Massenheim (Stand 30.06.2005)

1615: 100
1648: 40
1707: 160
1754: 165
1812: 282
1834: 332
1871: 264
1905: 395
1939: 488
1950: 732
1973: 2.161
1985: 2.513
1991: 2.484
1999: 2.289
2000: 2.636
2003: 2.660
2005: 2.506
2014: 2.509

Ergänzt und aktualisiert von Frau C. Schmidt (Heimatmuseum).

 


 

Die Geschichte Massenheims in Jahreszahlen

Recherche  u. Bearbeitung :Brigitte Boos / Heimatmuseum – August 2017

Um 3000 v.Chr.
Besiedlung in der jüngeren Steinzeit durch die Gruppe der Bandkeramikerin Flur I (an der Ziegelei, südlich der Bundesstraße) und in Flur VI  (im Gewann  Weide)

Um 1500 v.Chr.
Bei Grabungen im Gebiet um die Ziegelei fand man Gräber und Wohngruben aus der Bronzezeit.

11 v. Chr. bis 260 n. Chr.
In den Fluren Käferloch und Ross wurden Reste römischen Mauerwerks, Scherben und Kacheln, im Ort selbst Urnen, Kännchen und eine Axt gefunden.

775 bis 816
Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen des Namens Massenheim finden sich in den Güterverzeichnissen des ehemaligen Reichsklosters Lorsch.
Namenserklärung: Massenheim wurde von Franken gegründet. Ein Dorfältester hieß Masso, also Heim des Masso.

1178
Massenheim gehört wie Vilbel und Gronau zur kirchlichen Verwaltung der Collegiatskirche St. Peter in Mainz.

1255
Nach Aussterben der Reichsministeriale von Münzenberg und der nachfolgenden Erbteilung kommt das Dorf Massenheim zur Grafschaft Hanau.

1298
In einer Urkunde vom 28. Februar 1298, ausgestellt von Hedwig, der Witwe des Ditmar von Massenheim, erhält die Kapelle von Massenheim und dem in ihr befindlichen Marienaltar Güterschenkungen aus der Gemarkung Massenheim.

1338
Massenheim gehört zum Reichslehen der Grafschaft Bornheimer Berg. Die jährliche Abgabe des Dorfes beträgt 11 Gulden.

1366
Die Bewohner Massenheims haben Burgrecht in der Reichsstadt Frankfurt und finden dort Schutz und Aufnahme in Notzeiten für eine Gebührenentrichtung von jährlich 3 Pfenning (ahd. für Pfennig).

1397
Belehnung Massenheims an Kuno von Reifenberg unter Hanauer Herrschaft.

1401
Das Dorf Massenheim besitzt einen Anteil von 39,5 ha am Hohemarkwald im Taunus.

1435
Henne Hynkel ( Centgraf in Massenheim) ist die älteste Namensüberlieferung.

1442/1456
Verleihung des Rechtes zur Benutzung der Vilbeler Niddabrücke durch die Massenheimer Bauern. Sie verpflichten sich zur Beihilfe bei Instandsetzungsarbeiten.

1509
Landverteilung  der gemeinschaftlichen Weide, dem Ried. Massenheim 79 1/2, Vilbel 128 1/3 und Harheim 87  Morgen. Ewald Henkel ist Centgraf

1548
Einführung der Reformation im Ort.

1582
Centgraf heißt Ewald Rupp.

1618/1648
Im Dreißigjährigen Krieg wurden ein Drittel des Dorfes und die beiden Mühlen zerstört. Von 30 Bauernhöfen blieben noch 10 erhalten. Die Einwohnerzahl sank während dieses Krieges von 100 auf unter 40.

1693
Errichtung einer Schule im Ort.

1707
Massenheim hat 160 Einwohner

1736
Übergang der Grafschaft Hanau an das Kurfürstentum Hessen Kassel. In Massenheim gilt jedoch weiterhin Hanauer Recht.

Um 1750
Bau des Rathauses (heute Heimatmuseum), des Hirten- und des Feuerwehrspritzenhauses.

1751
Anlage eines Dorfbuches (Gerichtsbuch) durch Centgraf Johannes Philippus Laupus.

1756
Ältester überlieferter Ortsgrundriss von Massenheim. Massenheim hat 165 Einwohner

1757
Erste Urkunde über eine Pflichtfeuerwehr.

1764
Der Centgraf heißt Boekel

1771
Die Gemeinde Nieder-Erlenbach erhält gegen Zahlung einer jährlichen Gebühr von 3 Gulden die Erlaubnis, am Massenheimer Brunnen (dem sog. Römerbrunnen) Wasser zu holen. (Römerbrunnen, weil man dort alte, römische Scherben fand)

1806
Auflösung des Kurfürstentums Hessen. Massenheim kommt zum französischen Departement Hanau. Der Centgraf heißt Laupus.

1807
Der Centgraf heißt Schmidt.

1809/10
Im Ort waren französische Truppen und ab 1813 auch russische Truppen einquartiert. Frau May wurde von einem Kosaken erstochen, weil sie sich weigerte, ihm Alkohol zu geben.

1809
Ablösung der Leibeigenschaft

1810
Massenheim gehört zum Großherzogtum Frankfurt.

1806-1815
Kriegslasten der napoleonischen Kriege: 12160 Gulden, etwa die Summe von 4 Jahreseinnahmen des Dorfes. Zehn Männer, die in den Krieg gezogen waren, kamen bis 1816 wieder unversehrt zurück. Massenheim hat 282 Einwohner. Der Centgraf heißt Jacobi.

1816-1866
Eingliederung in das Kurfürstentum Hessen Kassel.

1819
Der Centgraf heißt Schmidt.

1820
Der Centgraf heißt Jacobi.

1821
Auflösung des Gerichtes in Massenheim. Gerichtszugehörigkeit Kreis Hanau.

1834/1835
Abschaffung der Amtsbezeichnung Centgraf, dafür Amtstitel Bürgermeister. Der erste Bürgermeister hieß Jacobi.

1839
Valentin May wird Bürgermeister.

1844
Anlegung einer neuen Bleiche am Erlenbach.

1851
Die Holzbrücke über den Erlenbach wurde abgerissen und die erste Steinbrücke gebaut.

1852
Waren noch 5 Scheunen im Ort mit Stroh gedeckt.

1834-1871
Etwa 20 % der Bewohner wanderten aus, vorwiegend nach Amerika. 1834 hat Massenheim 332 Einwohner.

1850-1871
Aufhebung der Frondienste, Grundrenten und Zinsgefälle, sowie der Abgabe von Rauchhühnern und der Erbleihschäferei.
Massenheim hat 264 Einwohner

1856/1863
Schließung des alten Friedhofes um die Kirche und Errichtung eines neuen am anderen Erlenbachufer.
Gründung des ältesten Vereins „Gesangverein Eintracht Massenheim“.

1863
Erste schriftliche Erwähnung der Massenheimer Kerb.

1866/1874
Massenheim gehört zum Kreis Vilbel im Großherzogtum Hessen.

1870/71
Am Kriege gegen Frankreich nahmen 11 Männer aus Massenheim teil. Sie kehrten alle wieder zurück.
Der Bürgermeister heißt Müller.

1874
Massenheim kommt zum Kreis Friedberg/Hessen.

1881
Joh. Wilh. Schmidt wird Bürgermeister.

1887/1889
Die Kreisstraße nach Nieder-Erlenbach wurde gebaut. Wilhelm Chr. Schmidt wird Bürgermeister

1888
Der Volkschor „Frohsinn“ wird als Männerchor gegründet.

1893
Bürgermeister wird Heinrich Phil. Puth.

1904
Die Kreisstraße nach Vilbel wurde verbreitert.

1904/1934
Fahrpost mit Personenverkehr Vilbel – Massenheim – Nieder-Erlenbach.

1905
Gründung des Turnvereins. Massenheim hat 395 Einwohner.

1908
Lehrer Joh. Reuhl zieht mit seinen Schülern in die neue Schule an der Homburger Straße. Phil. Wilh. Klöß wird neuer Bürgermeister.

1913
Massenheim erhält zentrale Wasserversorgung, elektrischen Stromanschluss und elektrische Straßenbeleuchtung. Bau einer neuen Brücke über den Erlenbach.

1914/1918
13 Einwohner wurden Opfer des Ersten Weltkrieges.

1918
Die Bürgermeisterei erhält den ersten Telefonanschluss.

1922
Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges neben der evangelischen Kirche.

1925
Bürgermeister wird Wilhelm Schmidt.

1930
Gründung des Fußballvereins „FC Hessen Massenheim“.

1934
Neuer Bürgermeister wird Johann Jacobi.

1935
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1938
Bürgermeister wird Heinz Peters.

1940
Johann Hinkel wird neuer Bürgermeister.

1943
Der neue Bürgermeister heißt Willi Momberger.

1939/1945
29 Einwohner waren Opfer des Zweiten Weltkrieges. 1939 hat Massenheim 488 Einwohner. Der neue Bürgermeister heißt Karl Artz.

1946
Gründung der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

1950
Omnibuslinie Bad Vilbel – Petterweil eingerichtet.
Massenheim hat 732 Einwohner.

1951
Neues Baugebiet: Am Weinberg

1952
Heinz Peters ist wieder Bürgermeister.

1955
Errichtung der Turnhalle durch den Turnverein.
Neues Baugebiet: Am Weißen Stein.

1959
Neues Baugebiet: Oberweg, Mittelweg, Am Wäldchen. 
Hermann Freisleben eröffnet eine Schmiede in der Breitestr.

1960
Neues Baugebiet: An den Banggärten.

1962/63
Stilllegung der Dorfschule. Schüler gehen in die J.-F.-Kennedy-Mittelpunktschule Bad Vilbel.
Neues Baugebiet: Im Mühlengrund, Hasenpfad, Taunusblick, Erlenring, Am Unteren Steg

1963
Gründung des Schützenvereins Massenheim und 1971 Bau eines Vereinshauses in der Flur „ Am Rattenkessel“.
Massenheim wird eigene evangelische Pfarrgemeinde.

1971
Bau eines Vereinshauses in der Flur „Am Rattenkessel“.

1967
Anschluss der Gemeinde an die zentrale Kläranlage der Stadt Bad Vilbel.

1968/1970
Errichtung der katholischen Herz-Jesu-Kirche. 
Neues Baugebiet: Eschbacher Weg.

1969
Gründung des Massenheimer Blasorchesters als Jugendkapelle unter Dirigent Wilhelm Schmidt.
Neues Baugebiet: An der Au

1970
Gründung des Vereins für Deutsche Schäferhunde.
Einweihung der katholischen Kirche „Herz Jesu“.
Der Ev. Kindergarten in der Gartenstraße wird eröffnet.

1971
Der Schützenverein baut ein neues Vereinshaus.
Dieter Howe ist letzter Bürgermeister von Massenheim.
Die Feuerwehr bekommt ein neues Gerätehaus.
Die Brücke über den Erlenbach in der Mühlstraße wird gebaut.

1972
Freiwilliger Anschluss der Gemeinde an die Stadt Bad Vilbel. Walter Deumer wird 1. Ortsvorsteher.

1973
Der Fußballverein erhält eine neue Sportanlage und Clubheim.
Neues Baugebiet: Am Stock
Massenheim hat 2161 Einwohner

1974
Der Massenheimer Gemeindewald wird an den Waldverband Hohemark verkauft.

1976
Neues Baugebiet:  Römerbrunnen,  Pfingstweide,  An der Bleiche.

1977
Walter Deumer gestorben. Dr. Reinhard Gruschke wird neuer Ortsvorsteher.

1978
Bau einer neuen Steinbrücke über den Erlenbach an der Obermühle.
Neues Baugebiet: An der Ziegelei, Am Weinberg, Harheimer Weg

1985
Massenheim hat 2513 Einwohner

1986
Hermann Freisleben (CDU) ist neuer Ortsvorsteher

1989
Gründung des Vereins „Wir Massemer“.
1. Massenheimer Dorfplatzfest.
1. Massenheimer Weihnachtsmarkt.
Ortsvorsteher Hermann Freisleben kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

1990
Jörg Schatz (CDU) wird neuer Ortsvorsteher.
Einweihung des Dorfplatzes –„Hermann-Freisleben-Platz“.
Massenheim hat 2848 Einwohner.

1992
Massenheim bekommt Autobahnanschluss.
Altbürgermeister Heinz Peters gestorben.
1. Massenheimer Kalender (gestaltet von Walter Heil).
Dr. Reinhard Gruschke (ehem. Ortsvorsteher) gestorben.

1994
Eröffnung der Massenheimer Heimatstube im alten Rathaus.

1995
Neuer städtischer Kindergarten in der Mühlstraße.

1996
Abschluss der Erlenbach-Renaturierung. Aufstellung der „Massenheimer Gänse“ auf dem Hermann-Freisleben-Platz (Bronzearbeit von Maria Wiechers, Massenheim).
Die Post zieht aus dem alten Rathaus aus.

1999
Erweiterung der „Heimatstube“ in dem alten Postraum des alten Rathauses.
Aus Heimatstube wird Heimatmuseum.
Massenheim hat 2313 Einwohner.

2000
Zwei „ Vilbusler“ ( Stahlkunstwerk)  werden an der Bushaltestelle  am alten Rathaus aufgestellt.

2002
Neues Baugebiet: Im Weingarten.

2003
Eröffnung des Museumsgartens.
Öffnung des Museumscafés vor dem Museum und dem Hirtenhaus in den Sommermonaten unter der Leitung des Vereinsrings (Zusammenschluss der Massenheimer Vereine).
Umbau der Feuerwehr.
Die Hessol-Tankstelle wird eröffnet.

2004
Umbau der Garagen am alten Rathaus als Museumserweiterung: Darstellung des Ziegeleiwesens.
Der Apfelkreisel wird eingeweiht. In der Mitte ein großer Bronzeapfel von Maria Wiechers gestaltet und von Sponsoren finanziert.
Neues Gewerbegebiet in der Zeppelinstr.
Bronzekinder von Frau Maria Wiechers werden auf dem Schulweg aufgestellt.
Im Ort/ Breitestraße werden Findlinge zur Verkehrsberuhigung gelegt und bis 2006 von dem Ehepaar Friesenhahn unter
dem Motto „Matisse meets Massenheim“ bemalt.
Massenheim hat 2455 Einwohner

2005
Turnverein Massenheim feiert 100jähriges Bestehen.
Der FC Hessen Massenheim feiert 75jähriges Bestehen .
Landwirt Laupus siedelt in den Harheimer Weg aus.
Das Autohaus Fischer-Schädler eröffnet.

2006       
In der Erlenbach-Aue wird die „Auenkunst“ aufgebaut. Künstler der Region stellen Skulpturen, Plastiken und andere Objekte aus . Alle zwei Jahre sollen ältere Objekte gegen neue teilweise getauscht werden.
Von Mai bis Ende August ist unter Leitung des Vereinsrings (Zusammenschluss aller Massenheimer Vereine) sonntags im Museumshof das Museumscafe geöffnet.
Massenheim hat 2743 Einwohner.

2007
Der Fußballverein bekommt neuen Kunstrasenplatz.

2008
Neues Gewerbegebiet in der Zeppelinstr.
Massenheim hat 2773 Einwohner.

2009
Jörg Schatz (CDU) tritt von seinem Ortsvorsteheramt zurück und übergibt an Joachim Schulz (CDU).

2010
Die Freiwillige Feuerwehr feiert 75jähriges Bestehen.

2011
Dr. Bernd Hielscher (SPD) wird neuer Ortsvorsteher. Jörg Schatz wird Ehren- Ortsvorsteher.

2013
Walter Heil, langjähriger Lehrer in Massenheim, Heimatforscher und Mitbegründer des Heimatmuseums verstorben.
Volkschor Frohsinn feiert 125jähriges Bestehen.
Der Schützenverein feiert 50jähriges Bestehen.
Mittwochs findet auf dem Dorfplatz ein Wochenmarkt statt.

2014
Die Neugestaltung des Dorfplatzes ist beendet.
Die Hochwasserschutzmaßnahmen am Erlenbach sind abgeschlossen.
Der Ev. Pfarre Werner Krieg wird in den Ruhestand verabschiedet. PfarrerJohannes Misterek wird in sein Amt als neuer ev. Pfarrer der Gemeinde eingeführt.
Das Kinder- und Gemeinschaftshaus in der Homburger Str., am Fußballplatz, wird fertig.

2015
Massenheim hat 2567 Einwohner ( 1. U. 2. Wohnsitz).
Die Kita Auenland beginnt mit der Betreuung der Kleinkinder im Kinder- u. Gemeinschaftshaus. Zwei Bronzeschafe, gestaltet von Frau Maria Wiechers, werden auf dem Außengelände aufgestellt.
Nach über 100 Jahren schließt die Ziegelei. Der letzte Anlagenteil, der Schornstein, wird am 30.10. gesprengt. Auf dem Gelände entsteht das neue Wohngebiet „Ziegelhof“.

2016
Frau Irene Utter (CDU) wird neue Ortsvorsteherin.
Die Auenkunst besteht seit 10 Jahren. Inzwischen haben Sponsoren einige Kunstwerke zum Verbleib in der Erlenbach-Aue erworben. Zwei Objekte stehen als Dauerleihgaben.

2017
Die syrisch-orthodoxe Kirche – Maria Muttergottes- an der Homburger Str. wird geweiht.
Pfarrer Johannes Misterek verlässt die Gemeinde und wechselt nach Dortelweil.
Die ev. Kirche ist eine Station auf dem Pilgerweg „Lutherweg 1521“.

Ergänzt und aktualisiert im November 2017 von Brigitte Boos.

Weitere Informationen finden Sie hier: 

http://www.museummassenheim.de